Ehem. Kloster Eberbach

Das Kloster Eberbach hat eine lange Tradition und wird bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts nicht mehr als Kloster genutzt. Stattdessen wurde es einige Male umgenutzt und dient heute als multifunktionale Eventstätte mit Museum, Restaurant, Hotel und Kulturveranstaltungen.

Die Geschichte

Das Zisterzienserkloster Eberbach wurde 1136 gegründet. Von 1145 bis 1186 erfolgte der Bau der Klosterbasilika. 1803 wurde das Kloster geschlossen und die Basilika entweiht. Von 1815 bis 1848 wurde das ehemalige Kloster als Irrenanstalt genutzt. Im Laufe der Jahre wurde es dann unter anderem zu einem Gefängnis und einem Militärgenesungsheim umgebaut, bevor es 1945 dem hessischen Landwirtschaftsministerium übergeben wurde. Seit 1986 wird das Kloster umfangreich saniert und befindet sich nun unter der Obhut der „Stiftung Kloster Eberbach“.

Die gegenwärtige Nutzung

Aktuell wird das Gesamtensemble (es sind insgesamt 33 Gebäude) multifunktional genutzt. Es gibt ein Museum zur Besichtigung des Kernklosters (Basilika, Kreuzgang, Schlafsäle etc.), in welchem auch die Geschichte des Klosters anhand verschiedener Artefakte erläutert wird. Zudem wird ein Gebäude als gehobenes Hotel genutzt. Auch ein Touristenshop und eine Gastronomie sind Teil des Gesamtkonzeptes. Zudem werden auch immer wieder kulturelle Events wie Ausstellungen und Konzerte angeboten.

Ein besonderes Highlight ist dabei die ehemalige Klosterbasilika. Sie kann durch verschiedene Bestuhlungsvarianten zum Beispiel als Konzertsaal oder auch als Kino genutzt werden.

Die Basilika

Durch die lange und lebendige Geschichte hat sich auch die Basilika immer wieder sehr verändert. Die Grundform ist klassisch dreischiffig mit Querhaus. Die Decke wird durch Pfeiler gestützt. Es dominieren die klassischen romanischen Formen: Rundbögen trennen Haupt- und Seitenschiffe und auch die Fensteröffnungen im Mittelschiff sind rund. An der Decke erstrecken sich schlichte Kreuzgratgewölbe.

Während der Epoche der Gotik wurden dem südlichen Seitenschiff mehrere gotische Grabkapellen vorgelagert, die auch heute noch erhalten sind. Dominant ist aber wieder der ursprüngliche romanische Charakter.

Das Innere der Basilika ist heute schlicht, fast schon minimalistisch gehalten. Im Vordergrund stehen Licht und Material, die die geometrischen Formen betonen. Über dem dunklen, gefliesten Boden erhebt sich das helle Pfeilerwerk und geht schließlich in das Kreuzgratgewölbe über. Kurz unter dem Gewölbe sind die Fensteröffnungen verortet, wodurch der obere Teil der Basilika in hellem Licht erstrahlt. Dadurch wird die Wirkung des hellen Steines noch verstärkt und es entsteht ein Sehnsuchtsort über den Köpfen der Besucher. Unverweigerlich werden Gedanken an kirchliche Themen des Himmels und der Endlichkeit geweckt.

Insgesamt entsteht durch die puristische Gestaltung eine ruhige Atmosphäre. Sie erlaubt dem Kirchenraum zudem die multifunktionale Nutzung für verschiedene, hauptsächlich nicht-sakrale Veranstaltungen.

Generelle Informationen

  • Umnutzung einer ehemaligen Klosteranlage samt Basilika als Museum, Hotel, Gastronomie und Eventbetrieb
  • Sanierung läuft seit 1986
  • Architekten: Rimpl + Flacht Architekten, Wiesbaden (Generalsanierung); viele weitere Architekten und Fachplaner für die verschiedenen Sanierungsbereiche – und Phasen
  • Träger: Stiftung Kloster Eberbach

Weiterführende Informationen

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