St. Elisabeth Münster

St. Elisabeth Münster Kirchenumnutzung Architektur

Geschichte & Architektur

St. Elisabeth wurde 1939 kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges erbaut und bereits nach wenigen Jahren durch Bombenschläge wieder zerstört.

Bereits ein Jahr nach Kriegsende wurde mit dem Wiederaufbau der Kirche auf den Fundamenten des Ursprungsbaus begonnen, welcher 1951 abgeschlossen wurde. 

Die Wiedererrichtung folgte der Planung der zerstörten Kirche in Form einer dreischiffigen Basilika. Die niedrigen Seitenschiffe öffnen sich über Arkaden mit Rundbögen zum hohen Hauptschiff. Es herrscht eine klare geometrische Formensprache, der Innenraum besteht aus kubischen Formen, Öffnungen sind durch romanisch anmutende Rundbögen charakterisiert.

St. Elisabeth Münster Kirchenumnutzung Architektur

Von Außen dominieren die roten Mauerwerksziegel, die sich mit dem ebenfalls roten Dachziegeln zu einer homogenen Gebäudehaut verbinden. Helle Sandsteinumfassungen definieren Öffnungen und Eingänge.

Nach einer Gemeindefusionierung stand St. Elisabeth dann seit 2001 leer und wurde 2008 profaniert. Im Zuge einer Nachnutzungskonzeptionierung wird die Kirche seit Fertigstellung des Umbaus 2014 als Sporthalle für eine nahgelegene Montessorischule genutzt. Zudem wurden an die Kirche Wohnungen und eine KiTa angebaut.

Umbau & Umnutzung

Beim Umbau wurde darauf Wert gelegt, die Atmosphäre des ehemaligen Sakralraumes trotz der neuen, andersartigen Nutzung spürbar zu halten.

Das kubische, hallenartige Hauptschiff der Kirche mit seiner flachen Kassettendecke eignete sich aufgrund seiner Form und Proportion bereits an sich sehr gut für eine Sporthallennutzung. Der historische Kirchenboden wurde gegen einen funktionellen, hölzernen Sportboden ausgetauscht. Hölzerne Prallwände ziehen den neuen Boden optisch auf circa ein Drittel der Wandhöhe hoch. So entsteht eine klare Grenze zur historischen Bausubstanz. Die oberen Wandbereiche wurden weiß verputzt, die historische, dunkelbraune Kassettendecke wurde belassen und schafft durch Materialität und Farbigkeit einen Bezug zu den neuen, hölzernen Einbauten. 

St. Elisabeth Münster Kirchenumnutzung Architektur

Im Eingangsbereich sind die historischen Arkaden mit Rundbögen sichtbar erhalten geblieben und durch eine gläserne Wand vom Hauptschiff abgetrennt. Der Chorbereich an der gegenüberliegenden Seite ist durch einige Stufen erhöht. Er ist während des Sportbetriebes durch einen Vorhang abtrennbar, kann aber auch als Bühne genutzt werden.

Die Seitenschiffe wurden durch die hölzernen Prallwände, welche gleichzeitig auch akustisch wirksam sind, vom Hauptschiff abgetrennt und dienen als Umkleide- und Sanitärbereiche. 

Galerie

Submit a comment

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s