Umnutzung der St.-Georgs Kirche Hattingen

Sicht vom Altar der St. Georgskirche Hattingen

Die Geschichte

An der Stelle der heutigen St. Georgskirche in Hattingen stand bereits im 9. Jahrhundert eine romanische Kirche. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde dann an gleicher Stelle die heutige Sandsteinkirche errichtet. Um die Kirche herum entwickelte sich die Stadt Hattingen stets weiter. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche durch mehrere Kriege zerstört und danach im gotischen Stil wiederaufgebaut. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche saniert und umgebaut, es wurde eine Holzdecke eingezogen und 10 große, charakteristische Fenster wurden eingelassen.

Die heutige Gestalt

Die St. Georgs-Kirche hat heute einen fast quadratischen Grundriss. Besonders prägend sind der Kanzelaltar, die Kassettendecke und die großen Fensteröffnungen. Im Jahr 1954 wurde die Holzdecke durch die Kassettendecke ersetzt. Sie ist auffällig verziert und verfügt über 298 vergoldete Aluminiumsterne. Die 10 Fenster wurden in den 50er Jahren eingebaut und zeigen verschiedene biblische Themen.

Fenstersituation St. Georgskirche Hattingen

Die gegenwärtige Nutzung

Die Kirche wird aktuell noch aktiv von der evangelischen Gemeinde genutzt. Jeden Sonntag finden Gottesdienste statt. Auch Konzerte, Andachten und Meditationen werden abgehalten. Die Kirche steht im Zentrum des Kirchplatzes, einem historischen Platz in der Hattinger Altstadt. Auch aus diesem Grund ist sie ein beliebtes Touristenziel. Jeden Tag ist die Kirche für Besucher geöffnet, was besonders bei evangelischen Gotteshäusern keine Selbstverständlichkeit ist.

Zukunftsvisionen

Hier sei an aller erster Stelle erwähnt, dass es sich bei den hier vorgestellten Visionen um rein fiktive Gedankenspiele handelt.

Die Hattinger St. Georgs-Kirche ist eine gut besuchte Kirche, die zusätzlich durch Konzerte, Meditationen und Tourismus viele Besucher anzieht und daher (hoffentlich) in ihrer sakralen Nutzung noch lange Bestand haben wird. Sie dient aber als plakatives Beispiel für mögliche Zukunftsnutzungen von Kirchen im Allgemeinen.

Kirche als Schwimmbad
Innenraum St. Georgskirche Hattingen Vision Kirchenumnutzung

Kirchen und Schwimmbäder haben häufig eines gemeinsam: Finanzierungsprobleme. Wieso also nicht Beides durch eine Zusammenführung erhalten? Nicht genutzte Kirchen können als imposante Kulisse für den Badesport dienen. Dadurch könnte eventuell sogar die Begeisterung für den Schwimmsport zunehmen. Zudem würden ungenutzte Kirchengebäude erhalten und sogar ihre Instandhaltung finanziert werden.

Kirche als Gewächshaus
Gewächshaus in der evangelischen St.-Georgskirche

Im Mittelalter waren Kirchen Orte des medizinischen Wissens über Pflanzen und Kräuter. Auch heutzutage ist die Nachfrage nach Kräuter- und Pflanzenheilkunde wieder sehr gefragt. Wieso also nicht wieder in diesem Bereich tätig werden? In einem Gewächshaus im Kircheninneren oder im Kirchengarten können Pflanzen erhalten und für medizinische Zwecke genutzt und veräußert werden. Zudem würde dadurch ein beträchtlicher Fundus an Wissen sichtbar gemacht und konserviert werden. Denkbar wären auch Kooperationen mit Schulen oder Kindergärten.

Kirche als Boxring
Boxkampf in der evangelischen St.-Georgskirche Hattingen

Hierfür eignet sich die St.-Georgskirche aufgrund des annähernd quadratischen Grundrisses hervorragend. Kirche als ein Veranstaltungsort für Kampfsportturniere, das ist sicherlich umstritten und würde von den wenigsten Gemeinden akzeptiert werden, selbst als letzte Hoffnung zur Rettung der Bausubstanz.

Aber eine solche Umnutzung hätte durchaus Vorteile. Die Kirche würde als Veranstaltungsort eine neue Beachtung und Bekanntheit erlangen. Dadurch könnte sich auch das Interesse der Bevölkerung wieder mehr auf den Bautypus Kirche lenken. Zudem könnte durch die Einnahmen die Erhaltung des wertvollen Denkmals gesichert werden.

Obendrein haben Kampfsport und Kirche einige Gemeinsamkeiten. Es geht um gegenseitigen Respekt. Zudem leisten beide Bereiche Sozialarbeit.

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